(1) Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Wer ein Fahrzeug führt, hat zudem dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und die Besetzung vorschriftsmäßig sind und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet. Ferner ist dafür zu sorgen, dass die vorgeschriebenen Kennzeichen stets gut lesbar sind. Vorgeschriebene Beleuchtungseinrichtungen müssen an Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern sowie an Fahrrädern auch am Tage vorhanden und betriebsbereit sein, sonst jedoch nur, falls zu erwarten ist, dass sich das Fahrzeug noch im Verkehr befinden wird, wenn Beleuchtung nötig ist (§ 17 Absatz 1).
(1a) Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.
(1b) Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).
(2) Wer ein Fahrzeug führt, muss das Fahrzeug, den Zug oder das Gespann auf dem kürzesten Weg aus dem Verkehr ziehen, falls unterwegs auftretende Mängel, welche die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigen, nicht alsbald beseitigt werden; dagegen dürfen Krafträder und Fahrräder dann geschoben werden.
(3) Wer ein Fahrrad oder ein Kraftrad fährt, darf sich nicht an Fahrzeuge anhängen. Es darf nicht freihändig gefahren werden. Die Füße dürfen nur dann von den Pedalen oder den Fußrasten genommen werden, wenn der Straßenzustand das erfordert.
Neufassung gem. Verordnung vom 06.03.2013, in Kraft getreten am 01.04.2013
Die Anlage zur Bußgeldkatalogverordnung sieht zu dieser Vorschrift folgende Regelbußgeldsätze vor. Es wird jeweils von fahrlässiger Begehung ausgegangen. Bei vorsätzlicher Begehungsweise kann das Bußgeld erhöht werden:
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Lfd. Nr. |
Tatbestand |
StVO |
Regelsatz |
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107 |
Als Fahrzeugführer nicht dafür gesorgt, dass |
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107.1 |
seine Sicht oder sein Gehör durch die Besetzung, |
§ 23 Abs. 1 Satz 1 |
10 € |
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107.2 |
das Fahrzeug, der Zug, die Ladung oder die Besetzung |
§ 23 Abs. 1 Satz 2 |
25 € |
|
107.3 |
das vorgeschriebene Kennzeichen stets gut lesbar war |
§ 23 Abs. 1 Satz 3 |
5 € |
|
107.4 |
an einem Kraftfahrzeug, an dessen Anhänger oder |
§ 23 Abs. 1 Satz 4 |
10 € |
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107.4.1 |
- mit Gefährdung |
§ 23 Abs. 1 Satz 4 |
20 € |
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107.4.2 |
- mit Sachbeschädigung |
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25 € |
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108 |
Als Fahrzeugführer nicht dafür gesorgt, dass das |
§ 23 Abs. 1 Satz 2 |
80 € |
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109 |
(gestrichen) |
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109.1 |
(gestrichen) |
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109.2 |
(gestrichen) |
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109a |
(gestrichen) |
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110 |
Fahrzeug oder Zug nicht auf dem kürzesten Weg |
§ 23 Abs. 2 Halbsatz 1 |
10 € |
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Lfd. Nr. |
Tatbestand |
StVO |
Regelsatz |
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246 |
Mobil- oder Autotelefon verbotswidrig benutzt |
§ 23 Abs. 1a |
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246.1 |
als Fahrzeugführer |
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40 € |
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246.2 |
als Radfahrer |
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25 € |
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247 |
Als Führer eines Kraftfahrzeugs verbotswidrig ein |
§ 23 Abs. 1b |
75 € |
siehe auch:

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